Das liebe Geld

Eine Pauschale ist Umsatz.Planung beginnt mit der Fallzahl.

Am Anfang zählt nicht nur die Pauschale. Entscheidend ist, was der Start tragen muss. Büro, Wege, Fristen, Nachweise, Arbeitszeit.

Was die Pauschale nicht zeigt

Die erste Zahl hilft nur,wenn die laufenden Kosten danebenstehen.

Viele Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer starten aus fachlicher Überzeugung. Genau das braucht dieser Beruf. Trotzdem muss das Büro wirtschaftlich funktionieren. Die Vergütung ist kein persönliches Nettogehalt, das unberührt auf dem Konto bleibt. Aus den Pauschalen müssen Büro, Technik, Telefon, Fahrten, Porto, Versicherungen, Beiträge, Krankenversicherung, Rücklagen und Steuern mitgetragen werden.

Die Vergütung hängt von Ihrer Vergütungsstufe, der Vermögenslage der betreuten Person, der Wohnform und der Dauer der Betreuung ab. Die Tabelle auf dieser Seite macht daraus eine monatliche Fallpauschale. Sie zeigt den Umsatz je Fall. Sie zeigt noch nicht, was davon nach Kosten, Absicherung und Steuern für Sie bleibt.

Die erste Pauschale ist nur der Anfang. Danach zählt, welche Fallmischung zu Ihrem Monatsziel passt und ob Ihr Alltag mit dieser Fallzahl Schritt hält.

Einzelfall

Der erste Blick.Wie viel Vergütung bringt ein Fall?

Wählen Sie die Konstellation. Der Rechner zeigt die reguläre monatliche Fallpauschale nach den gewählten Merkmalen. Das ist Umsatz, nicht Gewinn.

Ihre Vergütungsstufe

Die Stufe betrifft Ihre Qualifikation als berufliche Betreuerin oder beruflicher Betreuer. Die übrigen Angaben beschreiben die konkrete Betreuung.

Vermögenslage der betreuten Person
Wohnform der betreuten Person
Dauer der Betreuung

Nach dem ersten Betrag

Die Pauschale ist der Anfang.Entscheidend ist die ganze Rechnung.

Ein einzelner Fall zeigt nur, welcher Betrag für eine bestimmte Konstellation entsteht. Das kann auf den ersten Blick beruhigend wirken. Für den Berufsstart zählt aber die zweite Ebene: Welche Arbeit, welche Kosten und welche Nachweise kommen mit dieser Fallzahl mit?

Betreuungsbezogene Aufwendungen sind grundsätzlich mit der Fallpauschale abgegolten: Wege, Porto, Telefonate, Kopien, Schriftverkehr und die vielen kleinen Auslagen, die aus der konkreten Betreuung entstehen können. Daneben trägt Ihr Büro seine laufenden Kosten: Arbeitsplatz, Technik, Software, Versicherungen, Beiträge, Krankenversicherung, Rücklagen und Steuern. Der Rechner kann diese persönliche Kalkulation nicht ersetzen. Er macht nur sichtbar, wo die Größenordnung liegen könnte.

Fallaufwand

Fahrten, Porto, Telefon, Kopien, Schriftverkehr, Belege, Rückfragen.

Büro

Arbeitsplatz, Hardware, Software, Datenschutz, Ablage, Erreichbarkeit.

Absicherung

Haftpflicht, Verbände, Fortbildung, Krankenversicherung, Rücklagen.

Darum reicht die Frage „Was bringt ein Fall?“ nicht aus. Danach kommt die Planungsfrage: Welche Fallzahl passt zu Ihrem Büroaufbau, Ihrer Arbeitszeit und Ihren laufenden Kosten?

Fallzahl planen

Ein Fall ist der Anfang.Entscheidend ist Ihr Monatsziel.

Eine einzelne Pauschale zeigt den Einstieg. Planbar wird der Berufsstart erst, wenn der monatliche Umsatz zu Kosten, Absicherung, Rücklagen und Arbeitszeit passt. Tragen Sie hier deshalb kein privates Wunsch-Netto ein, sondern ein grobes Monatsziel für Ihr Büro.

Ihr monatliches Umsatzziel
Fallkonstellation erste 12 Monate ab 13. Monat

Aus Zahl wird Alltag

Aus der Fallzahl wird Ihr Arbeitsjahr.

Wenn Ihre Rechnung ungefähr 38 Betreuungen zeigt, entsteht daraus nicht nur eine höhere Fallzahl. Es entsteht ein Jahr mit vielen parallelen Verantwortungen: unterschiedliche Menschen, Aufgabenkreise, Wohnsituationen, Vermögensfragen, Einrichtungen, Behörden und Gerichte. Jede Betreuung braucht Zeit, Dokumentation und wiederkehrende Entscheidungen.

jedes Jahr 38

Jahresberichte, weil das Gericht regelmäßig nachvollziehen muss, wie die Betreuung geführt wird.

je nach Aufgabenkreis 38

Rechnungslegungen oder Vermögensübersichten, wenn Vermögenssorge dazugehört und keine Befreiung greift.

im Rhythmus 152

Quartale, in denen Vergütung, Fristen, Unterlagen und offene Vorgänge wieder in den Blick kommen.

Nicht jede Betreuung ist gleich dicht. Manche laufen über längere Zeit ruhig, andere bringen kurzfristig viele Rückfragen, Nachweise oder Genehmigungen mit sich. Entscheidend ist, dass jede zusätzliche Betreuung im Kalender, in der Dokumentation und in Ihrer Aufmerksamkeit einen festen Platz bekommt.

Fristen

Berichte, Wiedervorlagen, Genehmigungen, gerichtliche Rückfragen und Verlängerungen müssen im Blick bleiben.

Anträge

Sozialleistungen, Krankenkasse, Wohnung, Schulden, Unterbringung oder Vermögen können eigene Vorgänge auslösen.

Kommunikation

Betreute Personen, Angehörige, Einrichtungen, Behörden, Banken, Ärzte und Gerichte erzeugen laufende Klärung.

Nachweise

Entscheidungen, Belege, Kontobewegungen, Gespräche und Wünsche müssen später nachvollziehbar dokumentiert sein.

Weiter zur Ordnung im Alltag

Mehr Fälle bringen mehr Vorgänge.Die Ordnung muss mitwachsen.

Mehr Betreuungen bedeuten nicht nur mehr Umsatz. Sie bedeuten mehr Fristen, mehr Rückfragen, mehr Geldbewegungen, mehr Nachweise und mehr Entscheidungen zur gleichen Zeit. Damit der Berufsstart überschaubar bleibt, braucht die Fallzahl eine Ordnung, die den Überblick hält.

Aus Fallzahl wird Alltag

Fristen

Nachweise

Geldfragen

Gerichtspost